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Schlagwort-Archiv Entschlossenheit

VonKarin Sebelin

Nein sagen heißt, zu entscheiden, was für uns wichtig ist.

 

Gute Mitarbeiter und Kollegen, gute Führer sind hilfsbereit – das ist auch nicht falsch.

Anderen Menschen zu helfen ist eine noble Geste und bedeutet, Verständnis für andere zu haben.

 

Jedoch sollte Hilfsbereitschaft nicht zur Regel werden.

Warum?

Das Problem ist, dass viele Leute meinen, stets helfen zu müssen.

 

Schlimm wird es, wenn daraus ein „Helfersyndrom“ wird.

Man ist dann in der Aufopferungsfalle.

Menschen, die an solch einem „Helfersyndrom“ leiden, fühlen sich nur dann wertvoll, nützlich, oder geliebt, wenn sie gebraucht werden und andere auf ihre Hilfe angewiesen sind.

 

Der Begriff „Helfersyndrom“ wurde erstmals 1977 von dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer eingeführt und bezeichnet in zwischenmenschlichen Beziehungen den Hang einer Person, sich immer als Helfer anzubieten.

 

Hier eine Infografik, welche die Ursachen / Ängste und die Probleme, von „Ja“-Sagern erläutert:

 

Infografik "Ja-Sager"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sollten es also, mit unserer Hilfsbereitschaft nicht übertreiben.

 

Oder wie es Paul Coelho so schön formuliert:

„Wenn du „Ja“ zum anderen sagst, pass auf,
dass du nicht „Nein“ zu dir sagst.“

 

Wenn wir also ständig bereit sind, anderen helfen zu wollen, also immer schön „Ja“ sagen, dann kann das unter Umständen dazu führen, dass wir nicht mehr zu uns selbst stehen.

Wir stellen also unsere eigenen Interessen, Wünsche und Bedürfnisse zurück.

Und auf Dauer „verleugnen“ wir uns.

Wir handeln dann entgegen unseren Prinzipien, unseren Werten und unserer Persönlichkeit.

Wir sind nicht mehr authentisch.

 

WAS WIR LERNEN SOLLTEN …

 

Wenn wir ein glücklicher Mensch werden wollen, ein authentischer Mensch, der seine eigene Persönlichkeit hat, dann sollten wir lernen, Grenzen zu setzen und auch mal „Nein“ sagen können. 

 

Wer anderen seine Hilfe nur allzu bereitwillig zukommen lässt, zahlt dafür einen hohen Preis:

Den, sich unter Umständen selbst zu überlasten, sich zu verzetteln und mehr Fehler zu machen.

Und Menschen, die zu sehr helfen wollen und nicht „Nein“ sagen, können, werden gar noch weniger respektiert als jene, die ab und an Grenzen setzen.

 

Wenn wir ab und zu Grenzen setzen, müssen wir auch gar keine Schuldgefühle haben – wir müssen uns also nicht rechtfertigen, warum wir so handeln.

 

Vor allem im Beruf ist ein „Nein“ mehr als nur Selbstschutz: Wir erhalten so unsere Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

 

WICHTIG IST NUR:

1.) Dass man andere durch eine Ablehnung nicht verletzt!

2.) Man sollte stets empathisch handeln und nie rücksichtslos!

3.) Man sollte andere nie „überrumpeln“!

4.) Stets Respekt dem anderen gegenüber zeigen!

5.) Immer ehrlich bleiben!

 

WIE KANN MAN GRENZEN SETZEN?

 

1.) Durch das Anbieten von Alternativen.

2.) Durch das Erläutern von Folgen

3.) Durch Dramatisieren der eigenen Lage

4.) Durch die Spiegeltechnik

(Das Spiegeln ist  das unbewusste Anpassen an einen Gesprächspartner)

5.) Durch Konsequentbleiben

6.) Durch das Werben um Verständnis

7.) Durch das „sich kurz Fassen“ (Ein klares „Nein“)

 

Reden Sie Klartext beim „Nein“-Sagen!

Verzichten Sie auf unnötige Wörter, wie

  • vielleicht …
  • möglicherweise
  • bitte nicht böse sein …

Sonst hat das „Nein“ seine Wirkung verfehlt.

 

 

LERNEN SIE AUCH MAL „NEIN“ ZU SAGEN!

STEHEN SIE ZU DEM, WAS SIE SAGEN UND TUN!

STELLEN SIE IHRE EIGENEN BEDÜRFNISSE NICHT IMMER ZURÜCK!

STÄRKEN SIE IHR SELBSTWERTGEFÜHL!

GEWINNEN SIE MENTALE STÄRKE!

 

ZEIGEN SIE ENTSCHLOSSENHEIT!