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VonKarin Sebelin

Worauf kommt es wirklich an? Die Top-12 Faktoren für Vertrauen im Management

 

„Wir gehen vertrauensvoll und offen miteinander um.“

Solche  oder ähnliche Sätze stehen in jedem Unternehmensleitbild und sämtlichen Führungsgrundsätzen.

Oftmals beschreiben Sätze wie diese nicht die Realität, sondern einen Wunschgedanken, der ziemlich weit von der Wirklichkeit entfernt ist.

 

Das wirft nun die Frage auf:

Wenn Vertrauen tatsächlich so erstrebenswert ist, wieso macht sich dann kaum jemand die Mühe, im eigenen Verantwortungsbereich Vertrauen systematisch aufzubauen und zu kultivieren?

 

Eigentlich ist der Aufbau von Vertrauen kein Hexenwerk: Es ist eine Managementaufgabe wie viele andere auch.

Man muss nämlich nur herausfinden, welche Faktoren genau Einfluss auf das Entstehen und den Fortbestand von Vertrauen haben, und dann dementsprechend handeln.

Wir aber verhalten uns oftmals so, als ob der Grad an Vertrauen gottgegeben und durch uns Menschen nicht zu beeinflussen wäre. Oder aber, als ob uns Vertrauen doch nicht so wichtig wäre, dass wir bereit wären, deswegen etwas an unserem Verhalten zu ändern.

 

Um Abhilfe zu schaffen wollen wir hier einmal die Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Klima im Management aufzählen und was man genau tun kann, um Vertrauen im Management zu fördern.

 

Sie werden nun fragen:

Was kann man tun, um persönlich Vertrauen zu erwerben?

Egal ob als Mitarbeiter, als Vorgesetzter oder als Top-Manager, es bringt überhaupt nichts, Vertrauen trotzig einzufordern, so nach dem Motto: „Sie müssen mir einfach mehr vertrauen!“

 

WIR SOLLTEN LERNEN ….

Vertrauen muss wachsen, und jeglicher Versuch, dieses Wachstum gewaltsam zu beschleunigen, bewirkt genau das Gegenteil: eine Blockade.

Es gibt nunmal kein erzwungenes Vertrauen!

Dass Vertrauen wachsen muss, heißt jedoch nicht, dass man nichts tun kann außer abwarten, dass sich Vertrauen von alleine entwickelt.

Will man eine Verbesserung anstreben, kann man Vertrauen „düngen“ und „gießen“, es also sorgsam pflegen.

 

Hier nun

Die Top-12 Faktoren für Vertrauen im Management

 

Vertrauensfaktor 1: Respekt und Interesse zeigen

Damit sich Vertrauen entwickeln kann, muss man seinen Kollegen und Geschäftspartnern mit aufrichtigem Respekt gegenübertreten. Solch respektvolles Verhalten umfasst unterschiedliche Aspekte: Akzeptanz (also den anderen ernst nehmen), Wertschätzung für Leistungen, Höflichkeit im Umgang mit anderen, Interesse für den anderen als Person und Verständnis für den anderen und seine Situation und Probleme.

 

Vertrauensfaktor 2: Nichts vortäuschen und ehrlich sein

Eine zentraler Faktor für Vertrauenswürdigkeit ist, ob der andere aktiv etwas vortäuscht oder nicht. Sagt der andere die Wahrheit? Es geht also um Ehrlichkeit. Wichtig ist auch, dass der andere nichts verschweigt oder verheimlicht. Also dass er die kompletten Informationen gibt.

 

Vertrauensfaktor 3: Zusagen und Versprechen einhalten

Wichtig ist auch, dass man seine Zusagen einhält und sich an Absprachen hält. Doch jedoch nicht immer lässt sich das 1:1 umsetzen. Vertrauensförderlich ist es dann, rechtzeitig und von sich aus den anderen darüber zu informieren und auch eine plausible Erklärung zu liefern.

 

Vertrauensfaktor 4: Sympathie

Ein wichtiger Faktor für Vertrauen ist Sympathie. Doch Sympathie lässt sich nicht nach Belieben herstellen. Erfahrene Manager betonen hier, man solle sich für die Einschätzung, ob man vertrauen kann, nicht auf den ersten Eindruck verlassen. Denn auch der erste Eindruck kann täuschen. In manchen Fällen entdeckt man erst nach und nach, dass man entgegen dem ersten Eindruck Sympathie entwickeln kann.

 

Vertrauensfaktor 5: An Wissen und Know-how teilhaben lassen

Seien Sie mal ehrlich: Könnten Sie jemandem vertrauen, der Ihnen wenig oder gar keine Informationen gibt und stets mit Informationen hinterm Berg hält? Jemand, der Sie nicht an seinem Wissen und Know-how teilhaben lassen will?

 

Vertrauensfaktor 6: Ziele und Einschätzungen offen legen

Für Vertrauen ist es auch wichtig, dass man gegenüber anderen freiwillig über Ziele und Pläne berichtet. Dass man Grundlagen für Entscheidungen, Bewertungsmaßstäbe oder Verhandlungsspielräume offen legt. Und dass man seine Erwartungen und Einschätzungen mitteilt. Man spielt also mit offenen Karten.

 

Vertrauensfaktor 7: Den Kontakt pflegen und viel kommunizieren

Für Vertrauen ist es auch förderlich, wenn man sich aktiv um einen Kontaktaufbau bzw. um eine Kontaktpflege kümmert. Wenn man sich um einen persönlichen Kontakt bemüht und intensiv kommuniziert. Man sollte also in Beziehungen „investieren“.

 

Vertrauensfaktor 8: Empathisch sein

Empathie ist ohne Frage ein sehr wirksamer Faktor für eine vertrauensvolle Kommunikation. Wer es gelernt hat, einfühlsam zu kommunizieren, einfühlsam auf andere einzugehen, sich in den anderen hineinzuversetzen, kann zusätzlich punkten. Empathie kommt stets an und ist heutzutage unerlässlich, wenn man Erfolg haben will.

 

Vertrauensfaktor 9: Fehler und Schwächen eingestehen

Die eigenen Fehler oder Schwächen einzusehen und einzugestehen, anstatt sie zu vertuschen, kann nur förderlich sein für Vertrauen. Wenn man offen über seine Probleme spricht, mit denen man kämpft, wenn man Unsicherheiten offenbart, erzeugt das Nähe und Vertrauen.

 

Vertrauensfaktor 10: Helfen und unterstützen

Man kann viel leichter Vertrauen zu einem Kollegen oder Geschäftspartner aufbauen, wenn man diesen aktiv beim Erreichen von Zielen oder beim Bewältigen von Problemen hilft und unterstützt. Warum nicht einfach mal dem anderen unter die Arme greifen, ihm zur Seite stehen, und etwas für ihn tun? Ein wichtiger Vertrauensfaktor im Management ist die Hilfe auf dem eigenen Karriereweg. Und was genauso zählt, ist die Hilfe in Notfällen.

 

Vertrauensfaktor 11: Neutralität

Im Geschäftsleben ist es sehr wichtig, dass man neutral bleiben kann, wenn andere über Kollegen lästern, herziehen oder schlecht reden.
Solch ein Verhalten macht sich nicht gut und gibt ein schlechtes Bild ab.
Lieber schön neutral bleiben und sich nicht auf solch ein Verhalten einlassen.
Sonst kann auch mal der „Schuss nach hinten“ losgehen.

 

Vertrauensfaktor 12: Verschwiegenheit

Bekommt man ein Geheimnis anvertraut, ist es stets wichtig, Verschwiegenheit zu bewahren. Hat man versprochen, darüber zu schweigen, versteht es sich von selbst, dass man das Versprechen auch einhält. Sonst verspielt man schnell das Vertrauen.

 

(Recherche-Quellen:
http://www.vertrauensfallen.de/Die_Top-10_Vertrauensfaktoren.html
https://www.umsetzungsberatung.de/psychologie/vertrauen.php)